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Kiefergelenk

Obwohl sich die Anzahl der Patienten mit Kiefergelenksbeschwerden häuft, sind die Methoden der Diagnostik und Therapie nur in Ansätzen in der klinischen Ausbildung des Zahnarztes enthalten. Die traditionelle Zahnmedizin bezeichnet den Kauflächenkomplex, die Kiefergelenke, die dazugehörige Muskulatur und deren neurale Steuerung als Verbundsystem. Die Ursachen werden fast immer in einem dieser Anteile gesucht, und man wird dem Patienten in seiner Komplexheit nicht gerecht.

In der Ganzheitlichen Zahnheilkunde werden bei Kiefergelenkserkrankungen nicht nur mechanische Ursachen gesehen. Da die Ursache nicht immer im zahnärztlichen Bereich liegt, wird der Patient insgesamt betrachtet, die Haltung und Statik beurteilt. Die Körperhaltung beeinflusst das Kiefergelenk – das Kiefergelenk die Kopf- und Körperhaltung. Für Kopf- und Nackenschmerzen ist oft ein falscher Biss verantwortlich. Auch Tinnitus und Schulter-Arm-Syndrom sowie Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz können die Folge eines Fehlbisses sein.

Kybernetische Testmethoden wie die Elektroakupunktur n. Voll (EAV) und die Kinesiologie können im System Mensch Muster erkennen, um realistische Prognosen möglich zu machen, die zur Grundlage einer ganzheitlichen Therapie werden. Die in der traditionellen Zahnmedizin bevorzugte funktionelle Gebissanalyse als diagnostisches Verfahren reicht nicht aus, da diese lediglich der Kontrolle der Mechanik dient und nicht in die Gebiete der Energetik und Regulation eindringt. Das Erkennen der Wertigkeit ist unverzichtbar. Stimmt die Biss-Statik nicht, ist der Orthopäde hilflos. Liegt die Ursache im Beckenbereich, verzweifelt häufig der Zahnarzt. Lassen Sie sich auf diese „Probierspiele“ nicht ein. Die Kenntnis eines Details hat keinen Wert.

Es ist wie in der Philosophie: Man kann das Ganze nicht begreifen, so lange man nichts von den Teilen weiß, aber die Teile nicht verstehen, ohne das Ganze zu kennen